Nachhaltige Lebensstile

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Nachhaltige Lebensstile

Am Mittwoch, dem 18. Oktober 2017, berichtete in der Beruflichen Oberschule Kitzingen im Rahmen der „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ die ehemalige Schülerin Luisa Burger über „Nachhaltige Lebensstile“. Sie machte nach ihrem Schulabschluss 2013 eine Lehre bei der Fair Handel GmbH Münsterschwarzach und setzt diese in einem dualen Studium in Würzburg fort. Diesen Lebensweg könne sie nur empfehlen, sagte sie den vier zuhörenden Klassen. Sie erläuterte generelle Bedingungen für fairen Handel (u. a. keine Kinder- und Zwangsarbeit, Gleichstellung der Geschlechter, Vereinigungsfreiheit und gute Arbeitsbedingungen), relativierte aber auch die Aussagekraft mancher Siegel. Oft ist nur ein kleiner Teil des Inhalts unter fairen Bedingungen hergestellt, dies erfahre man aber erst im Kleingedruckten, wo manchmal auch auf die Möglichkeit des „Mengenausgleichs“ verwiesen wird. Es gibt noch keine gesetzlichen Mindeststandards.

Die Abtei Münsterschwarzach setzt hingegen auf ständigen Kontakt mit den Produzenten, oftmals kleine Betriebe oder auch Heimarbeit. Diese Kooperationen gehen auf das Jahr 1995 zurück, als man begann, Container mit gespendeten Gütern nicht leer zurückkommen zu lassen, sondern mit einheimischen Produkten zu füllen. Derzeit werden Kunden im Einzelhandel versorgt und 200 Weltläden in Deutschland, Luxemburg, Schweden und der Schweiz mit 2000 Produkten beliefert.

Burger ist für Rechnungslegung, Kundenbetreuung, Marketing und Werbung zuständig und setzt sich als Jüngste im Team für die Aufnahme modischer Designs ein. Viele Angebote wie Körbe oder mit verlorener Form gegossene Kleinskulpturen sind Unikate, was für den Konsumenten neben dem guten Gewissen, die Lebensbedingungen der Hersteller zu verbessern, einen Mehrwert darstellt.

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