Ein Leben retten kann ganz einfach sein.

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prüfen – rufen - drücken

Das wissen nun auch 98 Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Oberschule Kitzingen.

In Deutschland kommen auf 100.000 Einwohner jedes Jahr rund 50 – 80 Fälle eines Herzstillstands, das sind rund 40.000 – 64.000 Menschen pro Jahr.

Heruntergerechnet auf eine Stadt wie Kitzingen bedeutet das, dass wöchentlich ca. 1 – 2 Reanimationen durchgeführt werden müssen. Und schon wird das Ausmaß deutlich greifbarer.

Wenn nach einem Herzstillstand nicht innerhalb von 5 Minuten einfache Maßnahmen – vor allem die Notrufabgabe und die Herzdruckmassage – durchgeführt werden, dann ist ein Überleben unwahrscheinlich. Da innerhalb dieser kritischen ersten 5 Minuten der Rettungsdienst fast nie beim Patienten sein kann, ist es wichtig, dass Laien als Ersthelfer wissen, wie man in solchen Situationen richtig reagiert. Vor allem auch, weil die Personen, die Hilfe benötigen häufig die eigenen Kollegen, Freunde oder Eltern sind. Werden jetzt die einfachsten Wiederbelebungsmaßnahmen richtig angewendet, so verdreifacht sich die Überlebenschance der betroffenen Person.

Ein AED (automatisierter externer Defibrillator) kann zusätzlich helfen, Leben zu retten.

Auch hier gilt, es ist ganz einfach!

Ein AED ist ein Gerät, das an vielen öffentlichen Orten und Gebäuden verfügbar ist und wie ein Feuerlöscher an einer Wand hängt. Das Gerät leitet durch seine Sprachanweisungen den Ersthelfer bei der korrekten Anwendung an. Es zeichnet den Herzrhythmus auf und gibt nur bei medizinischer Notwendigkeit die Möglichkeit, einen lebensrettenden Elektroschock auf das Herz abzugeben. Man kann nichts falsch machen! Jeder kann und darf Herzdruckmassage durchführen und einen AED anwenden – auch wenn es lange nicht mehr geübt wurde, es könnte lebensrettend sein.

Fazit:

Ein Herzstillstand kann jeden treffen.

Und Reanimation ist ganz einfach, wenn die folgenden drei Schritte befolgt werden:

  1. Bewusstsein und Atmung überprüfen.
  2. Notruf 112 wählen.
  3. Fest und schnell in der Mitte des Brustkorbs drücken: 100 x pro Minute,

solange bis Hilfe eintrifft.

  • prüfen – rufen - drücken

Haben Sie keine Scheu, werden Sie zum Lebensretter. Unsere Schüler können das jetzt auch. Es ist ganz einfach, 100 Pro!

Michael Schmidt

Staatliche Berufliche Oberschule Kitzingen

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